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Selber bauen oder fertig kaufen?

Selber bauen oder fertig kaufen – wir klären auf.

Seit Jahren wächst die „Do It yourself“ Szene, auch hier in Deutschland. Immer öfters sieht man Videos im Internet von Leuten, die sich gegen den Fertigkauf entscheiden und es lieber selber machen. Erste große Frage ist oftmals: Selber bauen oder fertig kaufen? Dabei stellen sich jedoch weitere Fragen. Kann das jeder, was ist wirklich günstiger, dauert selber machen nicht ewig, ist selber machen gefährlich, was muss ich überhaupt beachten und habe ich überhaupt das richtige Werkzeug dafür? Wir ziehen einen ersten Vergleich.

Kann das den wirklich jeder?

Natürlich gibt es gewisse Projekte, die zu Beginn überfordernd wären, deswegen ganz wichtig: Unbedingt klein anfangen. Ebenso muss auch gesagt werden, dass nicht jeder ein geborener Heimwerker ist, aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. Jeder fängt mal klein an. Aber schon zu Beginn kann dieses Hobby überwältigend sein. Angefangen von der Planung über den Materialkauf bis hin zum Aufbau ist alles selbst zu erledigen. Anfangs wohl möglich eine Mammutaufgabe. Das aber sind alles Dinge, die man mit der Zeit lernt. Hier bietet sich ein großes Potenzial, sein eigenes Wissen und Können mit der Zeit immer mehr zu vertiefen und auszubauen. Übung macht den Meister. Mit der Zeit wird zum Beispiel die Planung oder der Materialkauf wie von selbst von der Hand gehen. Darüber hinaus bittet der eigenständige Materialkauf auch oft Sparmöglichkeiten und neue weitere Inspiration, wie die Materialien voll ausgenutzt werden können.

Betrachtet man sich den Fertigkauf muss hierbei jedoch gesagt werden, dass dieser oft zugänglicher und einfach ist. Grundsätzlich lässt sich sagen: Der reine Kauf ist nicht schwer. Lediglich der Zusammenaufbau (je nach Projekt) kommt auf einen zu. Also: Mit etwas Zeitinvestment kann jeder im Stil DIY anfangen und mit etwas Geschick schnell Erfolge erzielen.

Was ist günstiger? Selber bauen oder fertig kaufen?

Eine der wohl ersten Fragen ist die nach den entstehenden Kosten. Eine Pauschale Antwort ist aber schwer. Kauft man zum Beispiel fertige Möbelstücke ist der Preis oftmals geringer. Das man hier ins Grübeln kommt ist wahrlich nicht verwerflich. Grund für den oft niedrigen Preis ist die industrielle Massenanfertigung. Dennoch sollte man immer vorher Abwägen und nachrechnen. Je nach Projekt und vorhandenen Maschinen kann bares Geld gespart werden. Gerade bei größeren Projekten bieten sich viele Möglichkeiten zu sparen, einerseits ggf. natürlich Geld, anderseits lässt sich seinen CO²-Fußabdruck verringern. Beispielsweise lassen sich genutzte Materialien besser aufbrauchen und generiert so weniger Müll. Aus den „Abfällen“ eines alten Tisches kann noch eine neue und schöne Dekoration entstehen. Weniger Abfallprodukte heißt auch, dass weniger neugekauft werden muss. Auch hier wird wieder Geld gespart. Die Transportwege werden zudem auch verringert, da ein neuer Tisch nicht auf eine Weltreise geschickt werden muss. Eine weitere Möglichkeit, die Umwelt zu schonen. Übrigens, bei der Auswahl der Materialien, kann bewusst auf Nachhaltigkeit gesetzt werden. Allgemein lässt sich sagen, dass es bei DIY-Projekten viele Möglichkeiten gibt, Geld und CO² zu sparen. Natürlich braucht das mehr Zeit aber wie schon angesprochen, mit der Zeit wird man darin besser und schneller.

Gibt es dabei Gefahren?

Do it yourself klingt schön, ist aber je nach Projekt mit Gefahren verbunden. Gerade wenn man mit Maschinen arbeitet. Man sollte sich bewusst sein, dass man nicht einfach ohne Plan los arbeitet. Jeder Heimwerker sollte sich der möglichen Gefahr bewusst sein, deshalb sollte jedes Werkzeug mit Vorsicht genossen werden, da immer die Möglichkeit besteht, das man sich verletzt. Jede Maschine besitzt eigene Bedienungsregeln. Also, vor der Benutzung eines neuen Werkzeugs immer die Gebrauchsanleitung lesen, Informationen sammeln, Erfahrungen erfragen, um sicherzugehen. Hier hat der Fertigkauf natürlich einen entscheidenden Vorteil, da das Verletzungsrisiko deutlich geringer, wenn nicht sogar komplett eliminiert ist. Beim Fertigkauf muss man sich hierrüber kaum Gedanken machen.
Muss man nicht alles ausgiebig planen?

Planung ist bei vielen Projekten das A und O. Welche Materialien braucht man, welche Dimensionen sollten diese haben, wo bekomme ich die Materialien her. Das sind alles Fragen, die vor Beginn geklärt werden müssen. Man kann, wenn man einen zum Beispiel einen Tisch bauen möchte, nicht einfach wild drauf loskaufen, das dürfte jedem klar sein. Hier bietet sich aber auch die Möglichkeit, sich mehr mit dem Endergebnis zu beschäftigen. Es kann mehr auf die vorhandene Situation angepasst werden und führt dazu, dass die Planung kreativer gestaltet werden kann als der Fertigkauf. Man kann den Tisch perfekt dem gegebenen Zimmer anpassen und dabei die gesamte Einrichtung aufwerten und mehr harmonieren lassen. Eine Planung sollte dennoch immer (je nach Projekt) verschriftlicht werden. Eine Zeichnung inklusiver Maße ist hier hilfreich. Wie immer, das benötigt natürlich wieder mehr Zeit als der Fertigkauf, aber bietet auch die Möglichkeit seine Bedürfnisse besser zu stillen.
Habe ich das passende Werkzeug?

Kommt drauf an. Definitiv sollte man sich nicht wegen seiner Werkzeuge bremsen lassen, jedoch ist gutes Werkzeug oft vorteilhafter. Gutes Werkzeug kostet und sollte bedacht gekauft werden, dennoch sollte man gerade zu Anfang nicht übertreiben. Mit jedem Projekt wächst auch die Werkzeugvielfalt. Dieses Verhalten ist vollkommen normal. Im Gegensatz dazu: Kauft man Fertig, wird oftmals kein eigenes Werkzeug benötigt. Kleines und notwendiges Werkzeug wird oft mitgeschickt. Definitiv ein guter Punkt in Richtung “Einfach kaufen”.

Fazit:

Es gibt ein Paar Hürden, wenn man dieses Hobby anfängt, man muss sich in viele verschiedene Thematiken einlesen und einarbeiten. Außerdem muss Zeit investiert werden, um etwas zu erschaffen und sich weiterzubilden. Dazu muss gesagt werden, dass jede Freizeitbeschäftigung ein Zeitinvestment erfordert. Auf der anderen Seite hat man dabei auch die Möglichkeit, an den Herausforderungen, die einem entgegenkommen zu wachsen und sich weiter zu entwickeln. Natürlich hat der Fertigkauf Vorteile, allen voran, dass es einfach, zeitsparend ist und man keine Werkzeugvielfalt benötigt. Für Leute, die nicht viel Zeit investieren wollen, ist der Fertigkauf wohl die bessere Option. Dagegen bietet, dass selber machen viele Möglichkeiten, sich kreativ auszuleben, oft auch Geld zu sparen und der Umwelt etwas Gutes zu tun. Darüber hinaus bietet es die Möglichkeit, etwas selber herzustellen und den Stolz darüber zu verspüren. Für jeden, der gerne kreativ ist und etwas mit seinen Händen herstellen will, sich nicht von ein paar Hürden abschrecken lässt, sollte sich das Thema „Do It yourself“ genauer anschauen – Es ist definitiv ein tolles und kreatives Hobby.

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