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Ladeschale fürs Smartphone

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Ladeschale aus Kirschholz für mein Smartphone

Vor vielen Jahren war ich bei meinem Holzhändler zu einem Workshop von Festool. Dort konnte man anhand eines kleinen Projektes alle möglichen Werkzeuge einmal ausprobieren. Dieses Projekt war ein Weinflaschenregal und in meinem Fall aus Kirschholz. Ursprünglich wollte ich das Regal danach verschenken. Doch irgendwie kam es anders und so lag das Regal einige Jahre auf unserem Kleiderschrank herum und verstaubte. Zum Wegwerfen war mir das Holz aber zu schade. Irgendwann hatte ich die Idee, dass ich für die Arbeit eine Ladeschale für mein Handy gebrauchen könnte. Beim Blick auf die Teile des Weinregals fiel mir auf, dass ein Teil davon schon eine ziemlich gute Grundform für solch eine Ladeschale abgeben würde.

Aus alt mach neu

Also sägte ich ein Stück von dem Weinflaschenregal ab und schliff erst einmal das alte Öl herunter. Mit den Jahren hatte sich das Holz auch etwas verzogen. Deshalb ging ich noch mit meinem kleinen Einhandhobel drüber und begradigte alles soweit.

Nachdem die Form ausgearbeitet und alles zusammengeleimt war, ging es daran den Stecker für das Smartphone in die Halterung zu integrieren. Ein Kabel mit bereits abgewinkeltem Stecker eignete sich besonders gut dafür, da ich so das Kabel nicht unnötig biegen musste.

Am Bohrständer bohrte ich vorsichtig grob die Aussparung vor und arbeitete diese mit Japansäge und Multitool soweit aus, dass der Stecker darin gut passte. Ein Stück vom Holz hatte ich mir extra zur Seite gelegt. Damit konnte ich den Teil der Kabeldurchführung wieder verschließen, so dass es von der Seite aussah, als ob das Kabel direkt durch das Holz geführt wurde.

Ein Stück vom Holz hatte ich mir extra zur Seite gelegt. Damit konnte ich den Teil der Kabeldurchführung wieder verschließen, so dass es von der Seite aussah, als ob das Kabel direkt durch das Holz geführt wurde.

Die restliche Aussparung habe ich mit einem Zwei-Komponenten-Kleber verschlossen, bei dem man die beiden Komponenten ordentlich miteinander verknetet und damit dann größere Lücken ausfüllen kann. Doch bevor ich diese Masse in das Loch gedrückt habe, steckte ich erst einmal den Stecker hinein und schloss mein Smartphone an den Stecker an, so dass das Smartphone den Stecker in Position hielt. Dann drückte ich die Klebemasse in kleinen Portionen erst einmal in die kleineren Zwischenräume und fixierte so den Stecker. Am Ende verschloss ich die größere Öffnung.

Die Oberflächenbehandlung

Nachdem der Kleber ausgehärtet war, schliff ich die Unterseite noch glatt, damit die Ladeschale auch sicher stand. Zum Schutz der Oberfläche rieb ich das Holz noch mit einem Holzwachs ein und ließ erst einmal alles trocknen.

Auf zur Perfektion

Angekommen im Büro an meinem Schreibtisch fiel mir auf, dass die Ladeschale doch sehr auf dem Tisch herumrutschte. Deshalb wurde noch ein Stück dünne Moosgummimatte untergeklebt und seit dem rutscht da nichts mehr.

Projekt-Fazit

Die Ladeschale funktioniert super und ich bin absolut zufrieden damit. Beim nächsten Mal würde ich den Neigungswinkel für das Smartphone allerdings nicht ganz so steil wählen, so dass man das Display etwas leichter ablesen kann.

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